Der Eiffelturm aus Spaghetti
Am dritten Tag unseres Winterlagers im Schwarzwald hat sich unsere ältere Gruppe nachmittags zum O-Spiel bereit gemacht.
Zunächst galt es gut aufzupassen und gegebenenfalls mitzuschreiben, um sich die genaue Aufgabenstellung notieren und zu verinnerlichen. Denn jedes Detail zählte.
In kleinen Mannschaften galt es sich Spaghetti und Gummibärchen erst einmal zu "erwerben". Dazu mussten die zugehörigen Aufgaben gelöst werden.
Am Ende sollte eine Figur auf dem mindestens 50 cm hohen Turm stehen, so war die Vorgabe.
Über den Köpfen aller Mannschaften schwebten zunächst einmal Fragezeichen, wie das überhaupt gehen soll; nur mit Gummibärchen und Spaghetti einen Turm zu bauen.
Die Spaghetti brechen doch sofort. Und was soll man überhaupt mit den Gummibärchen anfangen.
Aber es hilft ja nichts. Man darf keine Zeit verlieren und so fingen die Mannschaften schon mal an sich das Material zu organisieren, während sie noch knobelten wie das überhaupt funktionieren soll.
Es galt dann später einfach mal etwas auszuprobieren.
So mussten für jeweils fünf Spaghetti je zwei richtige Knoten gezeigt werden. Wer einen Knoten nicht mehr richtig wusste, holte sich einfach in seiner Mannschaft Hilfe und ließ sich den Knoten nochmal zeigen.
Auch die Kenntnisse der Ersten Hilfe waren gefragt. So mussten für die Gummibärchen richtige Verbände an einem der Mannschaftmitglieder angelegt werden. Dabei galt es insbesondere darauf zu achten den "Verwundeten" entsprechend achtsam zu behandeln. Schließlich ist man damit gut darauf vorbereitet, wenn man tatsächlich mal in eine Situation gelangt in der man Erste Hilfe leisten muss.
Und nun musste behutsam und vor allem unter Mithilfe aller Mannschaftsmitglieder der Turm gebaut werden. Tatsächlich waren diese Spaghetti stabiler als man dachte, man musste sie nur in die Gummibärchen reingesteckt bekommen ohne dass sie brechen.
Der erste Ansatz jeder Mannschaft war tatsächlich nichts. Entweder man kam nicht auf die Höhe oder der Turm krachte einem während des Baus wieder ein.
Aber die ersten Erfahrungen aus dem ersten Versuch waren Gold wert und so wurden nun etwas strukturiertere Pläne gemacht.
Außerdem gab es gute Ideen, wie man verhinderte, dass einem beim Bauen die Spaghetti abbrechen. So war es eine ziemlich schlaue Idee der schnellsten Mannschaft die Gummibärchen gewissermaßen vorzubohren.
Und die tollen kreativen Ergebnisse überraschten selbst die Gruppenführer.
Am imposantesten und auch als erstes fertig war "der Eiffelturm" der einen Gruppe. Andere Bauformen waren ein Hochhaus oder auch ein anderes Bauwerk das einem kunstreichen Tor ähnelte. Jede Mannschaft brachte wirklich ein schönes Ergebnis hervor und es war schön wie der Ehrgeiz auch der letzten Mannschaft bis zum Schluss groß war, das Bauprojekt noch abzuschließen.




