Gefangen und gefesselt
Jede Woche treffen wir uns zur Gruppenstunde, um gemeinsam etwas zu erleben, uns etwas Neues anzueignen und das auch anzuwenden. So arbeiten unsere jungen Pfadfinder Woche für Woche daran, all die Kenntnisse und Fähigkeiten zu erlernen, die sie brauchen, um auf dem nächsten Großlager ihr Halstuch verliehen zu bekommen.
Für den heutigen Nachmittag hatte sich unsere ältere Gruppe die Knoten vorgenommen. Manche Knoten davon kennt man vielleicht auch aus dem Umfeld des Segelns oder von der Feuerwehr.
Bei uns gehören zu den grundlegenden Knoten, die jeder können muss: der Weberknoten, der Kreuzweberknoten, die Achterschlinge, der Zimmermannsklang mit Kopfschlag, der Strickleiterknoten sowie der Zeltspanner.
Diese alle zu lernen Stand also für heute auf dem Plan. Dazu haben sich kleinere Gruppen gebildet, in denen immer ein Älterer den Jüngeren die Bindung gezeigt hat. Das glückt nicht immer beim ersten Mal. Doch unter Anleitung der Älteren, die jeden Handgriff nochmal genau zeigten, gelang es doch bald jedem auch von selbst.
Und schnell entbrannte auch ein Wettkampf: Wer hat die Achterschlinge zuerst fertig? Wer den Kreuzweberknoten? Der Jüngste freut sich mit einem lauten „Ha, Erster!“, dass er seinem Freund zuvorkam.
Nun folgte ein tolles Spiel, in dem man die Knoten mal richtig anwenden konnte. Es ging darum, sich als Jägermannschaft zusammenzufinden und die herumstreifenden "Tiere" zu umzingeln und an die Leine zu nehmen. Anschließend sollten sie an einem der Pfosten angebunden werden. Die Gelegenheit wurde natürlich gerne dazu genutzt, um einmal richtig seine Fesselkünste unter Beweis zu stellen.
Die Idee, die Hände mit dem Pfahl im Rücken zusammenzubinden, war hier äußerst schlau. Hier war nämlich so schnell kein Entkommen mehr.
Am Ende waren alle Tiere gefangen. Ein paar hatten sich schon fast wieder befreit, aber eben nur fast. So hatten die Fänger gewonnen und wir freuen uns schon auf die nächste Gruppenstunde.


